Vita von Roderich Kiesewetter
Roderich Kiesewetter, geboren am 11. September 1963 in Pfullendorf in Südbaden, trat nach seinem Abitur als Berufsoffiziersanwärter der Artillerietruppe in die Bundeswehr ein. Im Rahmen seiner militärischen Laufbahn absolvierte er von 1983 bis 1986 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften in München und in Austin (Texas), das er als Diplom-Kaufmann abschloss.
Bis 1995 folgten verschiedene Führungs- und Stabsverwendungen sowie Tätigkeiten beim „Aufbau Ost“. Zwischen 1995 und 1997 absolvierte Kiesewetter die Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr. Seine weitere militärische Karriere umfasste Stationen im Bundesministerium der Verteidigung, als Kommandeur eines Lehrbataillons und zuletzt 2009 im Kommando Operative Führung in Ulm. Zudem sammelte der 2006 zum Oberst beförderte Offizier umfangreiche internationale Erfahrung durch Einsätze auf dem Balkan (SFOR, EUFOR) und mehrere Aufenthalte in Afghanistan (ISAF) sowie durch Verwendungen im EU-Rat, dem WEU-Hauptquartier und den NATO-Hauptquartieren in Brüssel und Mons.
2009 wechselte der Oberst a. D. in die Bundespolitik und gewann seither durchgehend das Direktmandat im Wahlkreis Aalen-Heidenheim. Er ist ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und fungiert dort seit April 2014 als Obmann seiner Fraktion. Von 2020 bis 2025 war er Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, das die Nachrichtendienste des Bundes kontrolliert. Von 2011 bis 2016 war er Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr.
