Inhaltsangabe
Über den Mut, die Orientierung zu verlieren
Es geschah erst schleichend, dann mit voller Wucht: Carlotta Wald entglitt das Gefühl für die Welt. Mit jedem Tag entleerten sich Begriffe, die mehr zusammenhielten, als sie ahnen konnte. Was der Westen, was links oder rechts war – es verschwamm.
Von ihrer eigenen Orientierungslosigkeit ausgehend, versucht Carlotta Wald einem Gefühl auf die Spur zu kommen: einer politischen und moralischen Erschöpfung. Es zieht sich durch alle Milieus. Wir haben die Überzeugung verloren, etwas bewirken zu können. Den Glauben daran, dass ein gutes, integres Leben möglich ist. Dass es etwas bringt, sich aufzuregen, sich zu engagieren.
Aber müssten wir nicht gerade jetzt den Mut aufbringen, die Orientierung zu verlieren, um sie neu zu gewinnen? Sich lost zu fühlen, so die These dieses Buchs, birgt eine Chance. Es ist die notwendige Bedingung, um etwas Neues zu beginnen. Und zwar jetzt.
»Dieses Buch zerschlägt die Scheiben eines verrückt gewordenen, rasend anmutenden, aber auf der Stelle stehenden Zuges und bittet uns auszusteigen, loszugehen – also tun wir das! Los!« Heike Geißler
