Inhaltsangabe
Wo endet die künstlerische Freiheit? Wo beginnt die gesellschaftliche Verantwortung?
Was dürfen Künstler:innen? Das ist eine Frage, die von jener, was Kunst ist und darf, unterschieden werden muss. Grundsätzlich ist Kunst ihrem Wesen nach frei und autonom. Sie breitet sich aus und transformiert sich von innen, nicht durch äußeren Zwang. Zugleich ist die Kunstgeschichte voll von politischen Vereinnahmungsversuchen. In einer Zeit, in der das freie Denken – das sich stets auch in der Vielfalt der Künste manifestiert – weltweit unter Beschuss ist, bedarf es einer Neubesinnung auf das Wesen der Kunst als auch einer Antwort auf die dringende Frage, wie sich die Kunst zu anderen, nichtästhetischen Normen verhält. Markus Gabriel entwickelt eine allgemein verständliche Theorie der Künste, die jene als radikal autonom voraussetzt ‒ ohne die moralische Verantwortung der Künstler:innen zu negieren. Ein philosophisch fundierter und gesellschaftspolitisch brisanter Beitrag zur Debatte über Freiheit, Verantwortung und Rolle der Kunst.
