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Hans Neuenfels

Fast nackt

Letzte Texte – Mit einem Nachruf von Elke Heidenreich
24,00 €inkl. MwSt.
Lieferstatus: lieferbar

Inhaltsangabe

Er ist achtundsiebzig, als er erfährt, dass er für den Rest seines Lebens drei Mal in der Woche ans Dialyse-Gerät muss. In dieser gnadenlosen Abhängigkeit von einer Maschine blickt er auf sein Leben zurück – ein Leben mit einer chronischen Nierenkrankheit, aber auch ein Leben, das bis an seine Grenzen ausgekostet wurde, voller Kunst, voller Literatur, voller erfüllender Schaffensprozesse. Vor allem aber blickt er nach vorn: Was bedeutet diese Maschine für seine Arbeit als Theaterregisseur, der er noch immer wie besessen nachgeht, für seine Beziehung zu seiner Frau, die seit über fünfzig Jahren an seiner Seite ist, für seinen Sohn und seinen Enkel? Und was erwartet ihn danach? 

Hans Neuenfels sorgte mit seinen Arbeiten für stürmische Auseinandersetzungen, die ihn über die Theaterwelt hinaus weit bekannt machten. Mit seinen letzten Texten gibt er einen persönlichen Einblick in sein Leben und Wirken. Ehrlich und schonungslos – vor allem sich selbst gegenüber – beschreibt der provokante Theater- und Opernregisseur, Intendant und Schriftsteller das Leben mit einer chronischen Krankheit. Für das Buch hat seine lebenslange Freundin Elke Heidenreich einen Nachruf verfasst. 

Buchdetails

Verlag
Eisele Verlag
Einbandart
Hardcover mit Schutzumschlag
Seitenanzahl
272 Seiten
ISBN
9783961611478
Erscheinungstag
31.03.2022
Preise
DE 24,00 €, AT 24,70 €

Pressestimmen

‘Fast nackt‘, die letzten Texte des Regisseurs Hans Neuenfels, sind in vielfältiger Weise bewegend. (…) Sie zeigen in Prosatexten den Erzähler Neuenfels, der unglaublich verdichten, beschleunigen kann. Und in Gedichten den Poeten, dessen Sprachbilder nachwirken.

Frankfurter Rundschau

Claus-Jürgen Göpfert, 06.07.2022

‘Fast nackt‘ ist schonungslos, aber nie trostlos. Voller Melancholie und zugleich voller Humor.

Tagesspiegel

Peter von Becker, 16.06.2022

Neuenfels war immer schon ein Kämpfer für das Leben und das Lebenswerte wie Liebenswürdige daran. Das wird in den Texten, die in diesem Buch versammelt sind, fast kunterbunt und doch einem dramaturgischen Plan folgend, deutlich. Manchmal schmerzhaft. Manchmal so, dass man prusten könnte. (…) Diesen Drang zum Zirkus, zum selbstbestimmten, absolut autonomen Leben hat Hans Neuenfels sich bis zum Schluss bewahrt.

Opernwelt

Jürgen Otten, 15.06.2022

Hier wie in jedem anderen Text offenbart sich der geniale Regiekünstler als ganz großer Liebender. Ein beglückendes Buch.

Münchner Merkur

Der Regisseur und Schriftsteller war immer ein glänzender Formulierer und Fabulierer und ist es auch in seinem Buch ‚Fast nackt‘. (…) Ohne Sentimentalität und Larmoyanz, dafür formsicher und humorvoll tagträumt und phantasiert der Schwarmgeist Neuenfels. (…) Zahlreiche schön ausgewählte Schwarz-Weiß-Fotografien aus jüngeren Jahren ergänzen die bei aller Traurigkeit ungemein hellen, wachen, anrührenden Texte, mit denen sich der Regisseur, der bis zum Tod an ihnen gearbeitet hat, von der Welt verabschiedete – um für immer in ihr zu bleiben.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Irene Bazinger, 29.04.2022

„Alles ist da: die klare Selbstwahrnehmung und die ebenso klare Weltsicht; die überbordende Gleichzeitigkeit von Furor und Empathie; die eigenwillige, aber immer stringente Dramaturgie im Kleinen wie im Großen; die erstaunliche Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge so unverschlungen wie irgend möglich auszudrücken. (…) Vermutlich hätte Hans Neuenfels auch als Autor bestehen können.“

Deutsche Bühne online

Alles ist da: die klare Selbstwahrnehmung und die ebenso klare Weltsicht; die überbordende Gleichzeitigkeit von Furor und Empathie; die eigenwillige, aber immer stringente Dramaturgie im Kleinen wie im Großen; die erstaunliche Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge so unverschlungen wie irgend möglich auszudrücken. (…) Vermutlich hätte Hans Neuenfels auch als Autor bestehen können.

Deutsche Bühne online

Es gibt immer noch Entdeckungen. (…) Dieser Hans Neuenfels hätte die Wiederentdeckung als Nachleben verdient. Er, der (…) gesagt hat: ‚Es gibt die Liebe auf den ersten Blick wie den Tod auf den letzten Blick.

Tagesspiegel

Einen wie ihn wird es lange nicht mehr geben (…) Er hat als einer der Letzten tatsächlich noch ein Gesamtkunstwerk geschaffen. (…) Obwohl der schlanke, hochgewachsene Hans Neuenfels früher auf Proben öfter mal getobt und geschrien hatte, mit seiner von vielen Zigaretten rauchigen Stimme, war er ein feinsinniger, humorbegabter, in persönlichen Begegnungen oft leiser, nachdenklicher Mann.

Tagesspiegel

Wenn es jemanden gibt, der schon so oft fast gestorben ist und es doch nie tat, dann ist das der Theaterregisseur Hans Neuenfels.

ZEIT

Bis ins hohe Alter behielt Hans Neuenfels diesen unbedingten Willen, alles politisch interpretieren zu müssen und den Willen zur Aufklärung. Weggefährtin dabei: die österreichische Schauspielerin Elisabeth Trissenaar, die professionelle Partnerin war auf der Bühne in mehr als 60 Produktionen, und die zugleich der Lebensmensch war von Hans Neuenfels, eine unglaubliche Spanne von über 50 Jahren.

DLF Kultur

Hans Neuenfels war unter den Theaterregisseuren des deutschsprachigen Bühnenbetriebs ein Mann, der nicht nur ‚umstritten‘ genannt wurde. Sondern auch einer, der selbst gern stritt und klug und leidenschaftlich argumentierte. (…) Er war ein Pionier, der Räume weit machte für eine Art Glücksucherei im Regieberuf.

Der Spiegel

Diese wunderbare Mischung – schon im Vorwort braucht Neuenfels keine Seite, um von seiner Mandelentzündung zu Nietzsche zu kommen – macht dieses Buch zu einem Kunst- und Lebenswerk.

Leipziger Volkszeitung

Hans Neuenfels
Autor

Hans Neuenfels

HANS NEUENFELS war einer der erfolgreichsten und umstrittensten Theater- und Opernregisseure Deutschlands. Geboren 1941 in Krefeld, studierte Neuenfels zunächst Schauspiel und Regie am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Ein Jahr lang war er Assistent des Malers Max Ernst, mit dem er in Paris lebte, bevor seine Karriere als Regisseur am Theater am Naschmarkt in Wien begann. 1965 wurde er dort Chefdramaturg, in den 1970ern erzeugte er mit seiner Inszenierung von Verdis Aida ein Publikumsecho, das weit über die Theaterwelt hinaus nachhallte. Neuenfels‘ Inszenierungen waren stets getrieben von dem Anspruch, sich auf der Bühne mit Politik und Gesellschaft auseinanderzusetzen – ein Umstand, der oft für Furore sorgte. Hans Neuenfels galt als künstlerischer Grenzgänger, der neben seiner Arbeit als Theater- und Opernregisseur auch schriftstellerisch tätig war. Seine Texte erschienen in Die Zeit und Theater heute, 1991 veröffentlichte er seinen ersten Roman Isaakaros, 2011 das autobiografische Werk Das Bastardbuch. Hans Neuenfels war mit der österreichischen Schauspielerin Elisabeth Trissenaar verheiratet, ihr gemeinsamer Sohn Benedict Neuenfels ist international als Director of Photography tätig. Das Paar lebte zuletzt gemeinsam in Berlin.

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