Inhaltsangabe
Seit es die Idee des Zionismus gibt, gibt es gegen sie Einwände und Warnungen vieler jüdischer Denkerinnen und Denker, wie etwa Hannah Arendt, Nan Goldin oder Avi Shlaim. Sie und viele andere sahen früh die Probleme und Gefahren eines nationalstaatlichen Projektes, wie es die Zionisten in Palästina begründeten – eines Landes, das Ende des 19. Jahrhunderts noch mehrheitlich nicht-jüdisch war. Ausgehend von seiner eigenen deutsch-jüdischen Familiengeschichte arbeitet der Pulitzer-Preisträger Benjamin Moser eine tief in der jüdischen Tradition verwurzelte, lange Zeit unterdrückte Denklinie heraus. Darin versammeln sich Gläubige und Atheisten, Reformierte und Orthodoxe. Sie alle eint die Überzeugung: Der Zionismus in seiner jetzigen Ausprägung wird für jüdische und für nichtjüdische Menschen in einer Tragödie enden. Mit ihrem Leben und Werk zeigen diese mutigen Jüdinnen und Juden, dass richtig verstandener Anti-Zionismus das Gegenteil von Antisemitismus ist – nämlich der Versuch, einen Weg aufzuzeigen, wie Juden und Nichtjuden miteinander leben können.
