»Fühl ich.«

»Fühl ich.«

Das Ullstein Zine 2024

    Fühl ich.

    Zu lange wurden unsere Körper von außen betrachtet. Unterdrückungssysteme wie Patriarchat und Kapitalismus wollen uns weismachen, wie sie auszusehen, was sie alles zu ertragen haben. Auf Social Media, in der Werbung, in der Familie, im Freundeskreis, in Liebesbeziehungen, in der Schule, auf der Arbeit oder im Park, beim Shoppen oder in der Bar: Überall hat jede:r eine Meinung zu unseren Körpern – und selten eine positive. Wir haben oftmals nicht genug Kraft, um uns all den Zuschreibungen zu widersetzen – dabei sind unsere Körper so individuell wie wir. Sie sind alles, was wir haben, und unersetzlich.

    Die für dieses Ullstein Zine ausgewählten Texte stammen aus Romanen und Sachbüchern und handeln von Körpern – in allen Facetten und aus unterschiedlichen Blickwinkeln
    betrachtet. Sie spiegeln, wie sehr unsere Körper mit der Psyche verbunden sind und unsere Gefühle beeinflussen.

    Was wäre, wenn wir unsere Körper endlich so sehen, wie wir fühlen? Als ein Zuhause, in dem wir uns wohlfühlen sollten, mit all seinen Eigenarten, Besonderheiten und Herausforderungen. Denn egal, was wir ihnen antun oder was ihnen angetan wird, sie gehören uns. Es ist an der Zeit, auf unsere Körper zu hören, unserem Bauch zu vertrauen – und zu fühlen.

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    Die Bücher

    • Hairy Queen

      Warum Körperbehaarung politisch ist

      12,99 €Taschenbuch
    • Detransition, Baby

      Roman

      24,00 €Hardcover
    • Bestseller

      Das Trauma in dir

      Wie der Körper den Schrecken festhält und wie wir heilen können

      20,99 €Taschenbuch
    • Splitter

      23,00 €Hardcover
    • Die schlechte Gewohnheit

      Roman

      24,00 €Hardcover
    • Mein einziges Zuhause

      Roman

      24,99 €Hardcover
    • So wollte ich mein Kind nicht zur Welt bringen!

      Was Frauen für eine selbstbestimmte Geburt wissen müssen

      22,99 €Hardcover

    Hairy Queen

    Franziska Setare Koohestani

    Franziska Setare Koohestani bezeichnet sich selbst als »Hairy Queen«. Und zwar nicht nur, weil sie seit jeher mit starkem Haarwuchs zu kämpfen hat, sondern weil sie erhobenen Hauptes aus diesem Kampf hervortritt. Schon in der Grundschule schickten ihre iranischen Tanten ihr Bleichcreme nach Deutschland, um den Oberlippenbart zu beseitigen. Seitdem folgten etliche Versuche sowohl der Haarentfernung als auch der Haarwuchs-Akzeptanz. Heute weiß Franziska Setare Koohestani: Unser Umgang mit Körperbehaarung hat wenig mit Hygiene und Körperpflege zu tun, sondern vielmehr mit den patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Normen, die unsere Gesellschaft verinnerlicht hat. Ausgehend von historischen, kulturellen und medizinischen Quellen sowie persönlichen Erfahrungen erklärt sie, warum Körperbehaarung politisch ist, und weist den Weg in eine Welt, in der Hairy Queens das Sagen haben und wir mit unserem Körperhaar endlich so umgehen können wie mit Kleidung: selbstbewusst, spielerisch und kreativ. Cause Baby, we were born this way.

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    Das Trauma in dir

    Bessel van der Kolk

    »Das Trauma in dir« erschließt ein faszinierendes neuartiges Verständnis der Ursachen und Folgen von Traumata und schenkt jedem, der die zerstörerische Wirkung eines solchen Erlebnisses kennengelernt hat, Hoffnung und Klarheit. Traumata sind eines der großen gesundheitlichen Probleme unserer Zeit, nicht nur weil sie bei Unfall- und Verbrechensopfern eine so große Rolle spielen, sondern auch wegen der weniger offensichtlichen, aber gleichermaßen katastrophalen Auswirkungen sexueller und familiärer Gewalt und der verheerenden Wirkung von Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung und Substanzabhängigkeiten.

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    Detransition, Baby

    Torrey Peters

    Reese und Amy sind ein glückliches Paar, zwei trans Frauen in New York, mit dem Traum von einer Familie. Doch dann entscheidet sich Amy, wieder als Mann zu leben, und die Liebe zerbricht. Als drei Jahre später Amesʻ Chefin Katrina unerwartet von ihm schwanger wird, fasst Ames einen Plan: Warum ziehen sie das Kind nicht gemeinsam groß, zu dritt?

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    So wollte ich mein Kind nicht zur Welt bringen!

    Lena Högemann

    Die Geburtshilfe steckt in einer tiefen Krise. Nahezu die Hälfte der Gebärenden macht belastende Erfahrungen im Kreißsaal: Eingriffe werden über ihren Kopf hinweg entschieden, sie erleben psychische und physische Gewalt, Vernachlässigung und Fremdbestimmung – und werden danach mit diesem verstörenden Erlebnis alleingelassen. Wie können Schwangere sich schützen und Betroffene das Geschehene verarbeiten? Lena Högemann hat selbst eine traumatische Geburtserfahrung gemacht. Sie erklärt, was sich in der medizinischen Geburtshilfe ändern muss, und verbindet Berichte Betroffener mit wertvollen Tipps für Eltern nach der Geburt und Menschen, die Eltern werden wollen.

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    Splitter

    Leslie Jamison

    In ihrem bisher persönlichsten Buch fragt Leslie Jamison, welche Bereiche unseres Selbst verborgen bleiben, und richtet dabei den Blick auf sich – als Mutter, Ehefrau, Kritikerin und Autorin. Splitter versammelt Erinnerungen, Reflexionen und Geschichten, die sich bis in die tiefsten, noch unerforschten Bereiche des Selbst vortasten. Auf brutal ehrliche und berührend sanfte Weise fügt Jamison die Bruchstücke eines Lebens, die Scherben einer Ehe so zusammen, dass ein Bild der Wirklichkeit entsteht, voller Risse, Ecken und Kanten. Mit der ihr eigenen Sensibilität und Klarheit erzählt sie von der exklusiven Liebe zum Kind und der Suche nach einem Zufluchtsort in der Konfrontation mit Kunst – und zeigt, dass sie zu den genausten Beobachterinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur gehört.

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    Die schlechte Gewohnheit

    Alana S. Portero

    In einen gefallenen Engel, einen Herointoten auf den Straßen von San Blas, verliebt sich die Erzählerin dieses Romans zum ersten Mal. Sie, die im Körper eines Jungen aufwächst, und nur hinter verschlossenen Türen kurze Momente gestohlenen Glücks mit Rouge und Lippenstift ihrer Mutter hat, zeichnet ihren Weg nach: Beginnend in einem Arbeiterviertel Madrids, das nicht weiter entfernt sein könnte von der schillernden Hauptstadt Spaniens, deren Nachtleben in den Achtzigern ein Zentrum der queeren Szene wird. Während sie aufwächst, diskutieren Familien unironisch, ob ein drogensüchtiger oder ein homosexueller Sohn das schwerere Schicksal sei, und so sind es die Außenseiter:innen – triumphale Nymphen und wilde Chimären –, die ihr zu Wegbegleiter:innen werden. Zwischen Armut und Gewalt, politischer Klassenunterdrückung und Momenten heimlicher Solidarität wird sie langsam, quälend langsam, zu der, die sie immer schon war.

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    Mein einziges Zuhause

    Hanna Brotherus

    Hanna Brotherus' Debütroman erkundet ungeschminkt und einfühlsam die Lebensstationen einer Frau und ihr Verhältnis zu ihrem eigenen Körper. Auf einer Reise nach Paris strömen Hannas Gedanken zurück: zum unterkühlten Elternhaus, ihren Kindern und dem eigenen Körper. Sie begreift, wie zwanghaft ihr Verhältnis zu ihrem eigenen und anderen weiblichen Körpern ist – und dass sich Essstörungen schon seit Generationen durch die Familie ziehen. Perfektionismus, ständiges Vergleichen und das zwanghafte Kontrollieren des eigenen Körpers haben die Heldin geprägt. Aber nun ist die Zeit, um loszulassen.

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